Der Touring heißt Horst



Es war nur eine Frage der Zeit

 
 So kann man das schon beschreiben, denn den E36 Touring mit M-Paket war schon ein  Traum von mir, als ich den vor gut
5 Jahren gekauft habe.
So diente er also 5 Jahre und gute 80000km sehr zuverlässig als Familienbomber. Nun steht er bei 230000km
und ich habe meinem Mäusken einen neuen flotten Kindertransporter geschenkt. Natürlich war da der Hintergedanke
den Touring zum Fusselprojekt zu machen, Vater des Gedanken. )

Ja und so steht der Horst also vor seinem zweiten Leben.







Dank ständiger Wartung und Pflege stehen nicht viel technische Überholungen an, darum können wir uns größten teils
um die optischen Gestaltung in typischer Oldschool-Fusseltuning Manier.







Ich denke, dass wird mein gediegenstes Fusselprojekt bis jetzt, im Innenraum auf jeden Fall.
Schließlich soll der E36 Touring ja hauptsächlich bei Langstreckenaufträge für mich im bei Fusseltuning-Touren dienen.

 Fünf Jahre sind ja nun eine lange Zeit, in der man sich viel Gedanken machen kann wie man ein Fahrzeug neu gestalten will.
Viele Ideen hatte ich dazu und viele fand ich erstklassig und habe sie dann mit der Zeit doch wieder verworfen. Darum habe ich mich auch dazu entschieden, ein " rolling-customizing" am Touring durch zu führen. Einfach weil beim Schrauben selber oft die besten Ideen entstehen.




Eine Hand voll Ideen stehen aber fest und werden umgesetzt. Eine davon sind die Rückleuchten.
Da stand ziemlich früh fest wie die werden sollen.
Dazu müssen statt den originalen Leuchtkörper Ersatzgehäuse gebaut werden und wie fängt man das an
Natürlich mit dem erstellen von Schablonen.





Die Schablonen werden dann auf Tafelblech übertragen und ausgeflext.
Um Bleche in Form zu bringen, gibt es viele super und superteure Spenglermaschinen und Gerätschaften.
Damit lassen sich "relativ" einfach und schnell viele beeindruckende Formen erstellen.
Aber für die einfachen Kanten und Rundungen die ich so brauche, wäre jeder Preis eines solchen Blechbearbeitungsgerätes raus geschmissenes Geld.
Und mit etwas Einfallsreichtum und Fingerübung, lässt sich so etwas auch billiger bewerkstelligen.




Mit etwas Gedult und Nacharbeiten, war dann auch die exakte Rundung und die oben und unten unterschiedlichen Radien
ins Blech gearbeitet.

Mit dem oberen Abdeckblech wurde dann genau so verfahren, also Schablonieren, Ausflexen und Biegen.
Anschließend wurden beide Bleche verschweißt und der Lampenkörper Ersatz für die rechte Seite war fertig.




Damit hatten wir die Basis für die neue Rückleuchte. diese dann dort ein zu arbeiten war nun natürlich ein einfaches.
Das Endergebnis kommt noch besser rüber, als ich es erwartet hätte.




Kenner haben natürlich erkannt, um was für eine Rückleuchte es sich hier handelt, Nämlich um die der BMW 02 Serie, wie sie auch in der ersten Modellreihe des BMW Touring verbaut war. Ich denke mehr Berechtigung zum Einbau in dem E36 Touring brauch es nicht.
Und wie bei vielen anderen Dingen auch, bin ich natürlich nicht der erste, der auf die Idee kam die 02er Rückleuchte in ein Fremdfahrzeug zu bauen. Mann muß auch nicht immer das Rad neu erfinden müssen, die neue Kombination verschiedener Dinge macht den Unterschied.
 

 
Jetzt war es dann auch endlich soweit, das heck konnte nun seine Erneuerung bzw Verschönerung erhalten.
Als Alltagsfahrzeug mußte natürlich zuerst mal ein Ackerspoiler an den Hintern gespaxt werden.




Da wir nun also eine Auffahrversicherung haben :-))  Sind wir zur Heckklappe übergegangen, hier wurde die Scheibe rausgeschnitten um den teilweise dahinter liegenden Rost zu entfernen. Es waren zwar noch keine Durchrostungen vorhanden und trotzdem
wurden die Bleche raus getrennt und durch neue ersetzt.




Und wo wir schon einmal an der Klappe bei waren, wurde auch gleich mal die Griffleiste
entfernt und die Linie der Sicke durchgezogen.
Die Rückleuchten wurden ausgebaut und durch die schon erwähnten neuen Lampengehäuse ersetzt. Diese wurden eingeschweißt.
Und flux wurde alles mit ein wenig Spachtel versehen um alles in schöne Formen zu bringen.


 
 
Nach dem der Spachtel dann vernünftig beigeschliffen wurde und alles mit zwei Schichten RAL 5003
in extrem Matt gerollt.
Die Heckscheibe durfte danach auch wieder eine klebende Verbindung mit der Klappe eingehen.




Die Lampen wurden nun auf die Elektrik des Fahrzeugs umgestrickt und es konnte alles wieder zusammengesetzt
und komplettiert werden.
Das Ergebnis überzeugt mich total, man darf also gespannt bleiben, wie sich die Veränderung zur Front des Fahrzeugs hin entwickelt.







Vor ein paar Tagen habe ich nun noch den ESD fertig gemacht und den Diffusor an der Stoßstange wieder
angepasst.
Das heck ist nun so weit fast fertig, eins kommt aber noch, schließlich brauch ich ja
auch noch eine Nebelschlußleuchte und eine Idee dazu habe ich auch schon






Heut waren aber erst einmal die Türen der linken Seite dran.
Die hintere mußte ich kurz ausbauen um ein paar Blasenentzündungen in der vorderen Ecke zu kommen.
Auch die vordere Tür hatte so eine Stelle ( ca 2Cent groß ). Da kam ich aber so ganz gut ran.
Als die Tür dann wieder eingesetzt war, wurde alles ordentlich angeschliffen und abgeklebt.













Und schließlich bekam alles den schicken matten Lack übergerollt.
Haben wir den Sonntag also wieder einmal sinnvoll genutzt.  )















 
Somit ist der Horst erst einmal wieder komplettiert und bereit für weitere Einsätze im Landstraßendschungel.

























Wobei ich aber eigentlich sagen muß, dass ich für den Kühlergrill schon noch wieder einen bessere Idee.
Mal sehn, was der Winter noch so bringt. :-))

Obwohl man ja im Januar meistens nicht einmal das Fenster beim Fahren öffnet, 
damit man nicht vom aufgewirbelten Salz der Straße die Gesichtshaut gepökelt bekommt,
( ja ja, auch die Minusgrade lassen gern mal den Bölkstoff den man zwischen Sitz und Mittelkonsole geklemmt
hat seinen Agregatzustand in Lutschfähig verwandeln. )

Und trotzdem fand ich es an der Zeit das mal das Dach aufzuschneiden.


 

Schaut schon gar nicht schlecht aus
Also gleich noch die restliche Blechhaut des Daches ins gleiche 
Leichenblau lackiert wie den Rest des Wagens.



 

Da wir in einer Klimazone leben, in der wie schon beschrieben eben nicht 
immer nur die UV-belasteten Sonnenstrahlen das Sibirische Bergziegenpenisleder des Dashboard 
ausbleicht und rissig werden lässt,
verbauen wir im Dach doch noch eine Möglichkeit es vorübergehend schließen zu können.




Die Dachreling wurde nur noch in verkürzter Version drauf gespaxt.







Wie zu sehen, ist auch schon ein anderer Kühlergrill verbaut, diesmal von einem Granada.
Gefällt mir schon wesendlich besser, ich denke da kann man drauf aufbauen.